Historie
Kimchi - eine Art fermentiertes Gemüse - stammt aus Korea und hat eine über 2000 Jahre alte Geschichte. Ursprünglich wurde Kimchi aus der Notwendigkeit heraus entwickelt, Gemüse über einen längeren Zeitraum hinweg haltbar und es auch außerhalb der Saison verfügbar zu machen. Das Fermentieren von frischem Gemüse mittels Milchsäurebakterien verlängert ihre Haltbarkeit, indem andere Mikroorganismen zerstört werden.
Die typisch rote Farbe des heutzutage üblichen Kimchis stammt von rotem Chillipulver. Das ursprüngliche Kimchi war jedoch weiß, denn die rote Chillischote wurde erst im 15. Jahrhundert nach Korea gebracht.
Um den harten koreanischen Winter zu überdauern ohne zu gefrieren, wurde Kimchi in riesigen Tontöpfen, den so genannten Kimchitoks, aufbewahrt, die in der Erde vergraben wurden. Die ersten Kimchitöpfe stammen vermutlich aus der Shilla-Zeit, 553 nach Chr.
Heutzutage wird Kimchi natürlich im Kühlschrank aufbewahrt, doch das malerische Bild der auf Balkonen, Dachterrassen und in Gärten aufgereihten erdfarbenen Kimchitöpfe ziert in vielen Gegenden Koreas noch heute die Landschaft.
Unabhängig von der historischen Entwicklung ist Kimchi seit eh und je das koreanische Nationalgericht. Es gibt kaum eine koreanische Speise, die ohne Kimchi serviert wird und man findet Kimchi sogar auf der Pizza!
Kimchi-Sorten
Heutzutage gibt es ungefähr 160 verschiedene Kimchi-Sorten und jede koreanische Hausfrau hat ihre eigenen Geheimrezepte. Die jeweilige Sorte hängt von den Zutaten und der Zubereitungsart ab. Üblicherweise wird Kimchi anhand folgender drei Grundzutaten hergestellt: 1) Chinakohl und/oder Rettich, 2) Gewürze wie Chilli, Knoblauch, Ingwer und 3) Salz oder Sardinen-/Fischsauce. Zusätzliche Zutaten reichen von Nüssen und Sesamsamen über Farne und Kräuter bis zu Meeresfrüchten, Algen und Garnelen.
Kimchi und Gesundheit
Kimchi ist sehr gesund, denn es enthält viele Vitamine, Balaststoffe und Milchsäure. Es ist fettarm und frei von künstlichen Zusatzstoffen.
Forschungsergebnissen zufolge üben die Milchsäurebakterien, die während der Kimchi-Fermentierung entstehen, eine antimikrobische Wirkung auf schädliche Mikroorganismen aus (z.B. E.coli) und verhindern zudem die Entstehung von Enzymen, die Darmkrebs erzeugen.
Die Nährwertzusammensetzung von typischem Kimchi wird in folgender Tabelle dargestellt, deren Zusammensetzung natürlich mit der Art und Menge der Hauptzutaten variiert:
| Nährwert von typischem Kimchi (pro 100g einer Essportion): | |
| - Brennwert (Kcal) | 32 |
| - Wasser (g) | 88,4 |
| - Eiweiß (g) | 2,0 |
| - Fett (g) | 0,6 |
| - Zucker (g) | 1,3 |
| - Ballaststoffe (g)) | 1,2 |
| - Calcium (mg) | 45 |
| - Phosphor (mg) | 28 |
| - Vitamin A (IU) | 492 |
| - Vitamin B1 (mg) | 0,03 |
| - Vitamin B2 (mg) | 0,06 |
| - Niacin (mg) | 2,1 |
| - Vitamin C (mg) | 21 |
| (Quelle: National Agricultural Cooperative Federation, Seoul, Korea) | |
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